Inhaltsübersicht: |
|
Von unserem Sonderkorrespondenten Stefan Diebitz Eine Schachmannschaft als Mannschaftsführer zu betreuen … das ist wie einen Sack Flöhe hüten... ... „Mannschaftsführer“ hört sich zwar doll an, und im Grunde ist ein solcher Trainer und Mannschaftskapitän in einer Person, nur leider hat er nichts zu sagen. Dieter Boldt, seit Jahren einer unser beständigsten Spieler und in dieser Saison unser Mannschaftsführer, hat diese undankbare Aufgabe jetzt erst einmal hinter sich und darf ausruhen. Denn nach bloß zehn Runden war die diesjährige Bezirksliga (bei dem offiziellen „Bezirksmannschaftsmeisterschaft“ bekommt man einen Knoten in der Zunge) schon wieder zu Ende, und mit einem guten Rückstand auf den 2. und einigem Vorsprung auf den 4. Platz lagen wir im Rahmen der Erwartungen: die Mannschaften des SV Bad Schwartau und des Lübecker SV, die vor uns lagen, waren einfach zu stark besetzt für uns und nicht zu schlagen. Gegen die beiden Ligafavoriten mußten wir auch unsere beiden letzten Mannschaftskämpfe bestreiten, und bereits der eine Punkt, den wir durch das unerwartete 4 : 4 gegen den LSV erreichten, war ein echter Erfolg. Hier gewannen Burkhard Schmidt, Reiner Hinz und Stefan Diebitz, und ein Remis erreichten Michael Schomann und Dieter Boldt – Dieter sogar gegen eine echte Legende des Lübecker Schachs. Held des Abends aber war Michael, der beim Stand von 3 ½ zu ½ ein anfangs schlechter stehendes Endspiel umbog. Zu diesem Zeitpunkt stand mehr oder weniger fest, daß die letzten drei Partien verloren gehen würden, so daß sein Remis für ein 4 : 4 also absolut notwendig war. Michael kämpfte und kämpfte und luchste seinem Gegner mit List und Tücke und einer gehörigen Portion Nervenstärke den halben Punkt ab, den wir noch unbedingt brauchten. Blieb also nur noch die Schlußrunde, in der wir in Bad Schwartau gegen den Tabellenführer anzutreten hatten; dieses Match ging leider deutlich verloren, denn allein der Berichterstatter konnte gewinnen. Die drei Unentschieden von Burkhard, Ulrich Müller und Wolfgang Bendlin reichten natürlich nicht aus, die vier Niederlagen an den übrigen Brettern zu kompensieren. Aber trotzdem herrschte Zufriedenheit, und selbst der ewig nörgelnde Mannschaftsführer Dieter Boldt, der noch bis um halb eins spielte, brütete und kämpfte, fand auf dem Nachhauseweg, daß wir im Rahmen unserer Möglichkeiten geblieben waren. Fast wirkte er zufrieden. Stefan Diebitz |
Neueste Beiträge
|