Schuß in den Ofen 04.2012
Von unserem Sonderkorrespondenten Stefan Diebitz
Der Lübecker Schachbezirk wurde in den letzten Jahren mächtig ausgedünnt. Manche Vereine gibt es gar nicht mehr, andere haben Probleme, Mannschaften mit acht Spielern auf die Beine zu stellen, und so hat sich der Bezirk dazu entschlossen, Sechser-Mannschaften gegeneinander spielen zu lassen. Der TSV Kücknitz hat mehr aktive Spieler, aber leider auch wieder nicht genug für zwei Mannschaften, so daß wir in diesem Jahr die Spieler rotieren lassen, damit jeder einmal spielen kann.
Funktioniert hat das sehr gut, denn eigentlich alle Spieler haben die Erwartungen erfüllt oder sogar übertroffen. Unsere Topscorer sind Dieter Boldt und André Sterley an den Brettern drei und zwei, aber auch die anderen haben gleichmäßig gut gespielt, was ja gelegentliche Niederlagen nicht ausschließt. Jedenfalls hat die Mannschaft in der sechsten Runde die Tabellenführung übernommen und ist am achten Spieltag als Tabellenführer zum Lübecker SV gefahren, der ihr zuvor die einzige und allerdings ziemlich heftige Niederlage beigebracht hatte.
Pessimismus war also angesagt, denn eigentlich ist der Lübecker SV deutlich stärker besetzt. Aber dieser achte Spieltag war unerwartet erfolgreich. Vier Remis und einer Niederlage stand nämlich ein Sieg am ersten Brett durch Andreas entgegen. Andreas traf auf einen sehr starken, zuvor gleichmäßig erfolgreichen Gegner, der ihn auf die langsame Art zu besiegen versuchte: er schob die Bauern vor, stopfte seine Stellung aus und ließ überhaupt kein Angriffsspiel zu, ohne allerdings selbst wirklich zum Zug zu kommen. Das Spiel war also irgendwann totremis, denn Andreas verteidigte sich zäh und umsichtig. Aber sein Gegner, der offenbar unbedingt gewinnen wollte, faßte einen Plan und zog diesen nach langem Brüten praktisch ohne weiteres Nachdenken durch. Und das war ein echter Schuß in den Ofen, denn seine Kombination hatte ein Loch, Andreas aber einen Freibauern, den er durchzog und in eine Dame verwandelte, mit deren Hilfe er einen souveränen Sieg errang.
Das war schon ziemlich heldenhaft.
Ob wir in den beiden letzten Runden die Tabellenführung halten können, wird sich in den Mannschaftskämpfen gegen die starken Schwartauer und Travemünder ergeben. Auf jeden Fall werden die Kücknitzer kämpfen wie die Löwen…
Das zweite erfreuliche Ereignis dieses Frühjahrs ist unser gemeinsames Schnellschachturnier mit dem SV Strand, das bei guter Beteiligung und in sehr guter Stimmung bis heute zweimal stattfand, einmal an der Ostsee und einmal in der Dummersdorfer Straße, wo wir am 30. März auch das dritte Turnier ausspielen werden. Gäste sind übrigens willkommen und dürfen selbstverständlich jederzeit mitspielen.
Stefan Diebitz
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Tabellenführer 03.2012
Nach der 6. Runde liegen wir in der Bezirksliga auf Tabellenplatz 1.
Die Top Ten führt Dieter B. von uns an. 5 weitere von uns befinden sich unter den besten 10 Spielern.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Bezirksligastart 01.2012
Am 13.01.2012 begann für uns der Start in die Bezirksligasaison mit einem Auswärtsspiel beim SV Strand. Mit einer Niederlage, zwei Remis und drei Siegen an den 6 Brettern fuhren wir mit 2:0 Punkten nach Hause.
Beim zweiten Spiel am 17.01.2012 in Reinfeld lief es noch besser. Wir siegten mit 5:1 und führen die Bezirksliga-Tabelle jetzt mit 4:0 Punkten und 9:3 Brettpunkten an.
Am 03.02.2012 kommt einer der Titelfavoriten, der LSV V, zu uns. Schauen wir mal, wie es weiter geht.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------
André siegreich 11.2011
Von der Vereinsmeisterschaft des TSV Kücknitz berichtet exklusiv unser
Sonderkorrespondent Stefan Diebitz
Pünktlich zur Adventszeit ist es erreicht, das Ende der Vereinsmeisterschaft, so daß wir ganz gemütlich mit dem Feiern anfangen können. Gewonnen hat in der sich immerhin über ein halbes Jahr hinziehenden Meisterschaft André, der sich gegen die Mitfavoriten Dieter Boldt und Wolfgang Bendlin durchsetzen konnte. André hat kein einziges Mal verloren, aber das gelang auch Wolfgang und Dieter, weshalb die drei wirklich zu Recht oben landeten; den Ausschlag gab schließlich ein einziges Remis, über das Dieter nicht gegen Andreas hinauskam, während dieser gegen André verlor.
Die sogenannte Trostrunde hat Ulrich Müller souverän gewonnen. Eigentlich, ja ganz unbedingt hätte der alte Recke mit in die Favoritengruppe gehört, um dort mit seinen schrägen Eröffnungsexperimenten für Aufsehen, Verwirrung und gelegentlich auch für einen vollen Punkt zu sorgen. Allerlei gesundheitliche Sorgen warfen aber den Altmeister zurück, der sich jetzt endlich auf dem Weg zurück an die Spitze (des Wohlbefindens wie der Spielstärke) befindet und schon wieder neue Ideen teils selbst ausbrütet, teils sich auf dem Weg des Studiums erarbeitet. Bald wird er wieder für Schrecken auf dem Schachbrett sorgen.
Stefan Diebitz
--------------------------------------------------------------------------------------------------
Travepokal
Bei feuchtschwüler Witterung fand am Freitagabend im Spiellokal des TSV Kücknitz das zweite Turnier um den Travepokal statt, an dem acht Mannschaften zu je vier Spielern teilnahmen. Während draußen ein Gewitter zu toben begann, liefen drinnen die Gehirne heiß; und nachdem die Luft angenehm abgekühlt war, durften wir alle wieder nach Hause gehen.
Wie im vergangenen Jahr bestand der eigentliche Witz des Turniers in der Mischung der Mannschaften, die im normalen Spielbetrieb sonst nicht aufeinander treffen: Spieler aus Schachvereinen und aus dem Betriebssport, Erwachsene und Jugendliche spielten in einer entspannten Atmosphäre gegeneinander, und es gab sogar ein Allstarteam, das Spieler aus drei Vereinen (Eutin, Reinfeld, Travemünde) vereinigte. Leider gelang es uns in diesem Jahr nicht, ein Damenteam zusammenzustellen. Überlegener Sieger mit sieben Siegen in sieben Runden wurde die gleichmäßig stark besetzte Mannschaft des Lübecker Schachvereins mit Uli Böttcher am Spitzenbrett. Abgeschlagen, aber voneinander durch bloß einen halben Brettpunkt getrennt, folgten unsere Mannschaft (André Sterley, Dieter Boldt, Andreas Hinz und Hartmut Kotzer) und endlich das Allstarteam. Die Vorjahressieger vom SV Strand mußten sich in diesem Jahr mit einem mittleren Platz begnügen.
Wie im vergangenen Jahr gefielen besonders die Jugendlichen. Der Lübecker Schachverein schickte zwei Mannschaften, die sich „Lübecker Saftverein“ und „Die Ludolfs“ nannten und mit ihrem guten Spiel ebenso zu überzeugen wußten wie mit ihrem sympathischen Auftreten. Drei Jugendliche wurden mit Sonderpreisen bedacht, darunter der erst zehnjährige Tigran Poghosyan, der sich am Spitzenbrett seiner Mannschaft gegen die stärksten Spieler des Turniers behaupten mußte und wirklich schwer zu kämpfen hatte. Wahrscheinlich wird er einmal ein ganz starker Spieler.
Am Sonntagnachmittag erfreuten wir dann einige wenige Zuschauer mit Rasenschach in der Anlage an der Tannenbergstraße; und alle, wirklich alle Zuschauer wiesen wir auf unseren Spielabend am Freitagabend in der Dummersdorfer Straße 2a hin. Gäste sind immer willkommen!
Stefan Diebitz
--------------------------------------------------------------------------------------------------
Liebe Schachfreunde,
am übernächsten Freitag, dem 26.8. um 19.30 Uhr, findet in unserem Spiellokal in der Dummersdorfer Straße unser Turnier für Vierermannschaften statt, zu dem insgesamt acht Mannschaften erscheinen werden: zwei Jugendmannschaften und eine Seniorenmannschaft vom LSV, zwei Betriebssportmannschaften, endlich je eine Mannschaft vom SV Strand (dem letztjährigen Gewinner) und dem TSV Kücknitz. Ja, und eigentlich sollte wieder eine Damenmannschaft mitspielen, aber leider haben wir nicht vier Damen gefunden, so daß jetzt ein Allstar-Team auflaufen wird mit Spielern vom SV Eutin, dem SV Reinfeld und dem TSV Travemünde.
Besucher sind herzlich willkommen.
----------------------------------------------------------------------------------------------------
Internationales Sommerturnier beim TSV Kücknitz
Von unserem Sonderkorrespondenten Stefan Diebitz
Die Schulkinder ärgern sich, weil die Ferien zu Ende gehen, aber auch die Schachspieler sind geknickt, denn jetzt ist das allseits beliebte Sommerschnellschachturnier des TSV Kücknitz nach nur sechs ereignisreichen Freitagabenden schon wieder ein Teil der Vergangenheit. Insgesamt 18 Spieler beteiligten sich an den fünfrundigen Spieltagen, darunter auch ein renommierter schwedischer Blindschachspezialist, der mit interessanten Eröffnungsexperimenten das sachverständige Publikum unterhielt, aber als echter Brüter gelegentlich Probleme mit der Bedenkzeit bekam und sich deshalb zur Überraschung aller nicht im Vorderfeld placieren konnte. Auf dem 3. Platz lief Stefan Diebitz ein, der meist irgendwie besser stand, aber schon bald in diverse Konter lief und alles in allem mit seinem optimistischen Hauruck-Schach nicht immer ganz überzeugen konnte. Den 2. Platz erkämpfte sich Andreas mit seinem beispielhaft soliden, konzentrierten und kämpferischen Spiel, und der 1. Platz war dem diesjährigen Turnierleiter André Sterley vorbehalten, der sich den meisten Teilnehmern deutlich überlegen zeigte, was sich spätestens zeigte, wenn man nach der Eröffnungsphase die Bauern durchzählte. Gegenhalten konnte eigentlich nur Hartmut Kotzer, der den 3. Platz knapp verpaßte, aber gegen André immer zu ganz großer Form auflief. Ehrenpreise gingen an einige externe Teilnehmer, die sich reich beschenkt in ihr Auto setzten, um heimatlichen Gefilden zuzustreben und vielleicht ja auch im nächsten Jahr oder schon vorher wiederzukommen.
Für die Kücknitzer geht es vom nächsten Freitag an wieder um die Vereinsmeisterschaft, die noch weit von einer Entscheidung entfernt ist. Wir werden berichten!
Am Sonntag, dem 28. August, werden die Schachspieler auf dem Sportplatz Roter Hahn ihr Können beim Rasenschach demonstrieren. Rasenschach ist kein besonders langweiliger Fußball, sondern Schach mit großen Figuren, und die Partien werden auch noch kommentiert – dafür könnten wir einen Spezialisten einfliegen, wenn wir nur wollten, werden aber auf eigene Talente zugreifen, denn dafür braucht man nichts als Schachspieler mit besonders großer Klappe, aber ohne jeden Sachverstand. Und die gibt es bei uns in ausreichender Menge.
Stefan Diebitz
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wer möchte etwas beim Schach gewinnen?
Von unserem Sonderkorrespondenten Stefan Diebitz
Wegen der freundschaftlichen Atmosphäre und der Bedenkzeit ist unser Sommerturnier gerade auch bei jenen beliebt, die nicht im Verein spielen. Freundschaftlich und sportlich geht es ja bekanntlich immer bei uns zu, und was die Bedenkzeit angeht: weder spielen wir die ganz langen Partien mit zwei Stunden für jede Seite, weil diese Partien oft erst nach Mitternacht beendet sind, noch bieten wir Blitzschach an (fünf Minuten für jede Seite), weil man schon regelmäßig am Schachbrett sitzen muß, um bei diesem Tempo mithalten zu können. Wir spielen fünf Partien am Abend mit je zwanzig Minuten für jede Seite – das ist gemütliches, aber auch wieder nicht zu langweiliges Schach.
Der Witz ist die Auslosung nach dem sogenannten Schweizer System, bei dem immer punktgleiche Spieler gegeneinander kommen; auf diese Weise wird verhindert, daß man nur Niederlagen oder nur Siege einfährt. Wer in Form ist, wird gegen die spielstarken Gegner ausgelost, bei wem es nicht läuft, darf nach einer Niederlage auf schwächere Gegenspieler hoffen. Auf diese einfache Weise kommt eigentlich jeder zu Punkten, und genau das ist auch beabsichtigt. Niemand soll nur verlieren.
Wir beginnen an jedem Freitag um halb acht in unserem Spiellokal an der Dummersdorfer Straße 2a, und die fünf Runden sind meistens ungefähr um halb elf oder ein wenig später zu Ende. Wer aber mag, kann auch vorher gehen; und man kann auch später kommen und einsteigen, das ist kein Problem. Der erfolgreichste Spieler außerhalb eines Vereins wird am letzten Spieltag des Turniers (das mit den Sommerferien zusammenfällt) einen kleinen Preis erhalten.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Jetzt wird wieder intern gespielt
Von unserem Sonderkorrespondenten Stefan Diebitz
Wenn die Abende länger werden, dann ist die Schachbezirksliga beendet. In diesem Jahr ist sie sogar noch beendeter als sonst, weil von der nächsten Saison an dank der Kooperation des Lübecker Bezirks mit dem Bezirk Süd alles anders sein wird; unter anderem wird es zu einer Liga zwischen Elbe und Ostsee kommen, derenMannschaften am Sonntag spielen, und zu einer anderen, die wie bisher am Freitagabend antritt. Viele von uns möchten aber nicht gern am Sonntagvormittag spielen (nicht, weil sie den Gottesdienst besuchen möchten, sondern weil es sich um sogenannte Familienmenschen handelt), und so werden wir wahrscheinlich wie bisher am Freitag spielen – wohl aber in einer stark reduzierten Liga.
Dabei war sie schon dank der kleineren Mannschaften in diesem Jahr reduziert. Wir traten mit zwei Mannschaften zu je sechs Spielern an, von denen die erste einen schönen dritten Platz hinter der sehr starken Konkurrenz vom Lübecker SV und aus Bad Schwartau errang. Niederlagen setzte es allein gegen diese beiden Mannschaften. Die zweite Mannschaft spielte etwas schwächer, hätte aber der ersten fast denBoden für den zweiten Platz bereitet, denn ihr gelang ein grandioser Auswärtssieg gegen die hoch favorisierten Schwartauer.
Es gab einige Spieler, die sehr gute Ergebnisse vorweisen konnten, aber am erfolgreichsten in diesem Jahr waren Dieter Boldt (er gewann 6 aus 8) sowie André Sterley, der noch einen halben Punkt mehr einfuhr.
Jetzt geht es also wieder mit der Vereinsmeisterschaft los, in der man bekannten Gesichtern gegenüber sitzt. Schon deshalb würden sich wohl alle über ein paar neue Gesichter freuen, junge wie alte, männliche wie weibliche. Für jeden, der gern spielen möchte, hier unsere Adresse: wir spielen in der DummersdorferStraße 2 a in einem Nebengebäude der Kirche – jeden Freitagabend um halb acht geht es los. Wer ein paar nette Leute die Treppenstufe emporsteigen sieht: das sind wir!
Stefan Diebitz
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die sogenannte 1. Mannschaft
Von unserem Sonderkorrespondenten Stefan Diebitz
In diesem Jahr hat die Schachabteilung des TSV Kücknitz ein Experiment unternommen und die Vereinsmeisterschaft als Vollrundenturnier ausgespielt: jeder gegen jeden, so hieß das Motto trotz immerhin fünfzehn Teilnehmern, und diesem sehr langemTurnier zuliebe wurde auf fast alle anderen Veranstaltungen verzichtet, zum Beispiel auf Blitz- oder Schnellschachabende. Richtig glücklich ist damit niemand geworden, denn die einzige Abwechslung war das sommerliche Schnellschachturnier, das der Berichterstatter mit viel Glück für sich entscheiden konnte. Deshalb soll im nächsten Jahr die Vereinsmeisterschaft mit ihren langen und ernsthaften Partien wieder mit fröhlichen Blitzschachabenden gemischt werden. Turnierleiter Dieter Boldt brütet bereits einen neuen Modus aus.
Noch etwas wird sich 2011 ändern. Fast alle Lübecker Schachvereine leiden unter Personalnot, und einige haben deshalb die Teilnahme an der Bezirksliga einstellen müssen – sie bekamen nicht mehr acht Spieler (oder etwas mehr, man braucht ja auch Ersatz) für eine Mannschaft zusammen. Manche Vereine haben sich gleich ganz aufgelöst. So verwandelte sich die Bezirksliga zuletzt in eine etwas traurige und eigentlich auch langweilige Veranstaltung. Jetzt aber wird gegengesteuert, denn es werden nur noch sechs Spieler für eine Mannschaft benötigt – und schwupps, schon hat sich die Zahl der teilnehmenden Mannschaften wieder auf zehn erhöht.
Der TSV Kücknitz wird mit zwei Mannschaften antreten. An den ersten Brettern der 1. Mannschaft werden Andreas Hinz, Wolfgang Bendlin und Dieter Boldt sitzen – letzterer hat ziemlich souverän und auf jeden Fall ohne Niederlage die Vereinsmeisterschaft gewonnen. An den Spitzenbrettern der 2. Mannschaft werden sich André Sterley und Wolfgang Gesch niederlassen; André ist vom SV Bad Schwartau zu uns zurückgekehrt, Wolfgang, im Bezirk ein echter Spitzenscorer, konnte aus beruflichen Gründen leider nicht an der Vereinsmeisterschaft teilnehmen. Wahrscheinlich ist die 1. Mannschaft immer noch stärker als die 2., aber groß sollte der Unterschied nicht sein, und wie sich die Kräfteverhältnisse darstellen, wird man am 14. Januar sehen, wenn beide Mannschaften in einem zweifellos dramatischen Derby aufeinander treffen. Aus den Reihen der 2. Mannschaft hört man schon allerlei Sprüche („die sogenannte 1. Mannschaft …“), und wahrscheinlich (hoffentlich …) ist das Ergebnis dieses Kampfes wirklich ziemlich offen.
Stefan Diebitz
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Familientreffen des Lübecker Schach
Zu einem freundschaftlichen Turnier trafen sich in den Räumen des TSV Kücknitz insgesamt acht Mannschaften aus dem Lübecker Bereich. In der entspannten Atmosphäre des Abends geriet das Schnellschachturnier zu einer Art Familientreffen, bei dem das Ergebnis fast zur Nebensache wurde. So gratulierte direkt vor dem Turnierbeginn und der Aufnahme feindlicher Handlungen sein alter Freund Bernd Pavlik unter allgemeiner Anteilname Thorsten „Thorsten mit H!“ Balck zum Geburtstag. Schließlich wurde aber trotz aller Freundschaft doch hart gekämpft und später auch ein Sieger gekrönt, und dieser hieß zur Überraschung fast aller SV Strand, dessen Mannschaft sich dank einer konstant guten Leistung besonders an den ersten beiden Brettern gegen starke Konkurrenz durchzusetzen wußte. Die meisten hatten auf sich selbst gesetzt, Turnierleiter Stefan Diebitz aber auf die Damenmannschaft gehofft, die sich wie von selbst aus drei verschiedenen Vereinen zusammengefunden hatte (TSV Kücknitz, Lübecker SV, TSV Travemünde).
Der Lübecker SV schickte zwei sehr gute, von Jens Maly am langen Zügel geführte Jugendmannschaften, die als „Entenclub“ und „Gurkentruppe“ firmierten und mit ihrem guten Spiel imponierten; ganz nebenbei sei bemerkt, daß man deutlich sehen konnte, welchen erzieherischen Wert Schach besitzt, denn die noch jungen Spieler wirkten sehr reif für ihr Alter und gefielen den Älteren mit ihrer netten Art auch sonst. Dazu schickte der LSV unter Führung des legendenumwobenen Ede Stomprowski noch eine ziemlich starke (ja-ja, ebenfalls ziemlich nette…) Seniorenmannschaft, die mit zwei ziemlich schwachen Auftaktrunden den Gesamtsieg verschenkte, sich aber schließlich dank einer Siegesserie auf den 3. Platz hochkämpfen konnte.
In einem echten Endspiel traf in der siebten und letzten Runde der SV Strand auf eine der beiden aus Betriebssportlern zusammengesetzte Mannschaften, die nach ihrem Mannschaftskapitän Alf Dobbertin „Alfs Mannschaft“ genannt wurde und dem SV Strand nur ganz knapp mit 1 ½ zu 2 ½ Punkten unterlag.
Die Spieler der ersten drei Mannschaften wurden von Andreas mit Medaillen dekoriert und schritten mit stolzgeschwellter Brust von dannen; und endlich wurden auch drei Publikumspreise an die drei sehr sympathischen Jugendlichen Fin Niklas Tiedemann, Jakob Altemüller und Emily Rosmait verliehen.
Stefan Diebitz